*Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. (Psalm 103, 19-22)

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Samstag, 31. März 2012

Dein Kraftpotenzial...

~ wie du werden und was du erreichen kannst,
was du sein und haben kannst
~ Über echte Spiritualität und Intergration des Lebens
~ Wertvolle Hilfe für den aufrichtigen Sucher
~ Lehrbriefe jenseits des menschlichen Daseins
 

Es ist dir gegeben, als Ebenbild Gottes,
als Ebenbild des Schöpfers,
ebenso kraftvoll und schöpferisch zu sein.
Jeder Mensch besitzt das selbe Potential an Kraft- und Lebensenergie.
Jeder Mensch ist angeschlossen an den göttlichen Quell allen Seins.
Jeder Mensch hat die besseren Voraussetzungen dafür, diese unerschöpfliche Kraft zu nutzen
 und zu seinem und dem Wohle seiner Mitmenschen und Tiere einzusetzen.

Es ist eine Illusion zu glauben, dass die Kraft unregelmäßig verteilt wurde.
Keiner kommt zu kurz, außer er kürzt sein Potential selbst.
Kein anderer ist in der Lage, Dich zu beeinflussen, Dich zu entkräften oder zu stärken.
Es sei denn, Du glaubst daran.
Es ist nicht Dein Körper, der bestimmt wie kraftvoll Du bist und auch nicht die Umwelt.
Es ist ausschließlich Dein Glaube, welcher bestimmend für Dein erleben ist.
Einerlei was Du glaubst, Du wirst es erfahren.
Einerlei was Du erreichen möchtest, glaubst Du daran, so wird es sich manifestieren müssen.
Tut es dies nicht, so hast Du entweder keine Geduld
oder aber Du glaubst nicht wirklich an das Gelingen.
Die wenigsten Menschen glauben wirklich was sie glauben.
Glauben heißt für sie hoffen, vermuten oder wünschen,
aber das ist nicht gleichbedeutend
und nicht annähernd so kraftvoll, wie überzeugt zu sein.
Glauben heißt überzeugt sein ohne jeglichen Zweifel.
Absolut sicher sein, das dem so ist. Das ist Glauben.
Die Menschen würden ja gerne an sich glauben und von sich überzeugt sein,
doch es gelingt ihnen nicht, weil sie dauernd nur ihre Schwächen im Bewusstsein haben.
Selbst dann, wenn sie sich auf ihre Qualitäten besinnen,
schwingt im Hintergrund die Gegenseite, all das was nicht in Ordnung ist an ihnen, mit.
Und das, was sich letztendlich in Deinem Leben manifestiert, ist nicht das Vordergründige,
positiv polierte Denken, sondern das Hintergründige, das Tiefgründige, welches in Deiner Seele mitschwingt.
Das, was Du wirklich glaubst, dies ist Dein wirklicher Glaube und dort gilt es anzusetzen,
wenn Du Dein Leben verändern möchtest.
Positiv denken reicht dafür nicht aus.
Es dient bloß als Ersatz für Menschen, die sich selbst nicht ändern möchten.
Für Menschen, denen es nicht gelingt, das, was sie wissen, in die Tat umzusetzen.
Ja, es ist wichtig zu wissen, das man durch positives Denken, auch wenn es noch so edel klingt,
nicht zu einem positiven Menschen werden kann.
 Ein Positivdenker verhält sich ähnlich dem Schönfärber.
Er ist eher ein Restaurateur denn ein Erbauer. Er restauriert altes,
 halb zerfallenes Gemäuer und wird eines Tages überrascht sein, wenn das Gebäude,
 sein Gedankenschloss einstürzt.
Denn er wusste offenbar nicht, dass das Fundament das tragende Element ist.
Das Unter-gründige, das, was auf den ersten Blick vielleicht nicht zu sehen ist.
Es bedeutet mit anderen Worten,
das nur ein negativ eingestellter Mensch positiv denken muss,
um das Beste aus seinem Leben zu machen.
Das ist nicht schlecht, das ist immer noch viel sinnvoller als destruktiv zu sein,
aber, es ist nicht wirklich positiv.
 Ein wirklich positiver Mensch braucht nicht positiv zu denken!
 Er IST positiv.
Positiv sein ist ein Grundgefühl, eben ein Fundament des Gefühls und kein Gedanke.
Und wenn Deine Gedanken nicht mit den übereinstimmenden Gefühlen erfüllt sind,
besitzen sie keine Kraft.
Der Gedanke ist das Gefäß, der Inhalt Gefühl.
Dieses Wissen richtig angewandt, versetzt Dich in die Lage, jedwede Realität erschaffen
 und erleben zu können. Ja mehr noch,
es gibt Dir die Möglichkeit bereits bestehende Tatsachen zu entschaffen, zu verändern.
Also, die Basis, das Fundament, sind die hinter den Gedanken liegenden Gefühle
und nicht das Denken an und für sich.

~Erst wenn Du wirklich fühlst, was Du glaubst wird sich Dein Glaube manifestieren.~

Und alles was Du gegenwärtig in Deinem Leben wahrnimmst,
entspricht in höchster Präzision genau dem, was Du wirklich glaubst.
Das Leben täuscht Dich niemals über diese Wahrheit hinaus.
Es sind feststehende Gesetzmäßigkeiten, nach dem das gesamte Universum aufgebaut ist.
Deshalb rate ich Dir, nicht nur genauestens zu prüfen,
was Du denkst, sondern ebenfalls und im Besonderen, was Du fühlst.
Dein Kraftpotential liegt also in erster Linie in Deinem Fühlen,
in zweiter Linie Deinem Denken und in dritter Linie Deinen Handlungen.
Denn erst wenn Deine Handlungen in Übereinstimmung
mit Deinem Fühlen und Denken sind, hast Du Chancen auf Erfolg.
Es gilt also unter die Oberfläche zu tauchen, um den reichen Schatz der Meere,
des Meeres Deines Universums zu erreichen und dann staune,
welch unermessliche Kraft in Dir wohnt.
Denn
**es ist Dir gegeben,
als Ebenbild Gottes, als Ebenbild des Schöpfers,

ebenso kraftvoll und schöpferisch zu sein.**


Von Bruno Würtenberger

Unsere Macht im Hier und Jetzt

 

unsere Macht im Hier und Jetzt


…..hier und jetzt, in unserem eigenen Bewusstsein. Es ist unwichtig, wie lange wir schon negative Muster haben oder eine Krankheit oder eine miserable Beziehung oder Geldmangel oder Selbsthass, wir können Heute beginnen, das zu ändern. Unsere Gedanken und die von uns wiederholt benutzen Worte haben unser Leben und unsere Erfahrungen bis jetzt geformt. Doch das ist altes Denken, das haben wir schon hinter uns. Die Gedanken und Worte, für die wir uns heute, jetzt entscheiden, werden unser Morgen bestimmen, wie auch den nächsten Tag und nächste Woche und nächsten Monat und nächstes Jahr usw. Unsere Macht liegt immer im Hier und Jetzt. Da machen wir die Änderungen. Was für ein befreiender Gedanke. Wir können endlich den alten Unsinn loslassen. Jetzt, in diesem Moment. Auch der kleinste Anfang ändert schon etwas.

Als winziges Baby warst du reine Freude und Liebe. Du wusstest von deiner Bedeutung. Du fühltest dich als Mittelpunkt des Universums. Du hattest solchen Mut; du sagtest, was du haben wolltest, hast alle deine Gefühle offen ausgedrückt. Du hast alles an dir geliebt, jeden Teil deines Körpers, einschließlich deiner Ausscheidungen. Du wusstest, dass du vollkommen bist. Und das ist die Wahrheit deines Seins. Der Rest ist angelernter Unsinn und kann wieder verlernt werden.
Wie oft haben wir schon gesagt: „So bin ich eben“ oder „So sind die Dinge nun mal“. Was wir wirklich damit sagen, ist, dass „wir glauben, dass das so für uns stimmt“. Meist reflektiert das, was wir glauben, die Meinung von jemand anderem, die wir akzeptiert und in unser eigenes Glaubenssystem aufgenommen haben. Sie passt zu den anderen Dingen, die wir glauben. Wenn uns als Kind beigebracht wurde, das die Welt ein gefährlicher Ort sei, dann werden wir alles, was zu diesem Glauben passt, als unsere Wahrheit akzeptieren. „Traue keinem Fremden“. „Geh Nachts nicht aus“. „Die Menschen betrügen dich“, und vieles mehr. Wenn wir dagegen schon in den ersten Lebensjahren gelernt haben, dass die Welt ein sicherer und erfreulicher Aufenthaltsort ist, dann werden wir andere Sachen glauben. „Liebe ist überall“. „Die Menschen sind freundlich“. „Geld kommt mir mühelos zu“, und so weiter.
Nur selten stellen wir in Frage, was wir glauben. Zum Beispiel: Warum glaube ich, dass mir lernen Mühe macht? Ist das wirklich wahr? Ist es jetzt für mich wahr? Woher kam dieser Glaube? Glaube ich es immer noch, weil es mir ein Grundschullehrer ständig gesagt hat? Ginge es mir vielleicht besser, wenn ich diesen Glauben fallen ließe?

Geh jetzt einen Moment nach innen und fange deine Gedanken ein. Was denkst du jetzt, in diesem Augenblick? Wenn Gedanken dein Leben und deine Erfahrungen formen, möchtest du dann, dass dieser Gedanke für dich wahr wird? Wenn es ein Gedanke voller Sorge oder Ärger, Verletzung oder Rache ist, wie, glaubst du, wird dieser Gedanke zu dir zurückkommen? Wenn wir ein Leben voller Freude wünschen, müssen wir freudvolle Gedanken denken. Wenn wir ein Leben voll Erfolg und Wohlstand wollen, müssen wir erfolgreiche Gedanken denken. Wenn wir ein von Liebe erfülltes Leben wollen, müssen wir liebevolle Gedanken denken. Alles was wir geistig oder verbal aussenden, wird in gleicher Form zu uns zurückkommen.

Hör dir einmal selbst zu. Wenn du merkst, dass du etwas dreimal sagst, dann schreib es auf. Es ist zu einem Muster für dich geworden. Schau dir am Ende der Woche deine Liste an, und du wirst sehen, wie deine Worte mit deinen Erfahrungen übereinstimmen. Sei bereit, deine Worte und Gedanken zu ändern, und beobachte, wie dein Leben sich verändert. Es liegt in deiner Macht und ist deine Wahl. Niemand denkt in deinem Kopf außer dir.




Leseprobe aus dem Buch:
HEILE DEINEN KÖRPER
Von
LOUISE L. HAY
ISBN 3-925898-04-2

Freitag, 27. Januar 2012

Raumloser Raum der Stille


In jedem/jeder von uns ist ein raumloser Raum der Stille.
Dort gibt es keine Fragen, nur wortlose Klarkeit.
Dort gibt es keine Bedürfnisse, nur gegenstandsloses Erfülltsein.
Dort gibt es keine Zeit und keinen Raum, nur dieses JETZT-HIER.
Daher auch keinen Wandel, kein Verlieren, noch Erlangen, nur Vollkommenheit.
Auch kein Verletztwerden, noch Heilen, nur Heilsein.
Dort gibt es keine Andern, nur Dich, den all-einen GEIST.
In dieser Stille "siehst" Du, dass Du nicht in der Welt bist,
sondern die Welt ein bedeutungsloser, flüchtiger Traum in Dir ist.
Und Du freust Dich still an den unermesslichen Schätzen der Ewigkeit:
Frieden, Licht und Liebe ...
Das ist der Himmel in Dir,
der sich durch Dich unendlich ausdehnen will.

Nimm den Altar deines Lebens und fege alles fort von ihm:
Die Sicherheit, die tollen Beziehungen, die schönen Villen,
Den richtigen Job, das nötige Geld.
Lass den Marmor deines Altars rein sein,
Kein Stäubchen Staub ist jetzt darauf zu finden.
Weihe deinen Altar der Leerheit des Herzens,
Der Fülle der Liebe.
Und zuletzt,
Wenn der Altar reingefegt ist,
Kommen alle diese Dinge als beiläufige Gaben zurück.
Aber nicht dann, wenn du sie haben willst,
Nicht dann, wenn du einen Handel machen willst,
Das wird nicht gelingen.
Mach den Altar vollkommen frei,
Übergib dich dem göttlichen Willen:
Und dann schaue,
Was geschieht.
 
 
Evangelia

Freitag, 20. Januar 2012

Die Engellehre (Hilde v. Bingen)

Die Engellehre anhand der Schauungen von Visionären
Die Engelschau der Hildegard von Bingen
 

Darauf sah ich in der Erhabenheit der himmlischen Geheimnisse zwei Chöre überirdischer Geister in großem Glanz erstrahlen Im ersten Chor hatten sie Flügel an der Brust und menschlich Antlitze, in denen sich, wie in klarem Wasser, Menschengesichter spiegelten. Im zweiten Chor hatten sie gleichfalls Flügel an der Brust und Menschenantlitze, in denen auch das Bild des Menschensohnes wie in einem Spiegel aufleuchtete. Doch konnte ich in keinem der beiden Chöre mehr von ihrer Gestalt erkennen. Diese Chöre aber umgaben wie ein Kranz fünf weitere Chöre. Im ersten Chor trugen die Geister ein Menschenantlitz und funkelten von der Schulter abwärts in hellem Glanz; im zweiten Chor zeigten sie sich von solcher Herrlichkeit, dass ich sie nicht anzuschauen vermochte. Im dritten erschienen sie wie weißer Marmor, hatten menschliche Häupter, über denen sich brennende Fackeln zeigten, und unterhalb der Schulter waren sie von einer eisenfarbenen Wolke umgeben. Im vierten Chor hatten sie ein menschliches Antlitz und Menschenfüße. Auf dem Kopf trugen sie einen Helm und waren mit einem marmorschimmernden Gewand bekleidet. Im fünften Chur hatten sie keine Menschengestalt und leuchteten wie Morgenrot. Mehr konnte ich von ihrer Gestalt nicht erkennen. Doch auch diese Chöre wurden in Kranzform von zwei weiteren umgeben. In dem einen erschienen die Geister voller Augen und Flügel, hatten in jedem Auge einen Spiegel, in dem ein Menschenantlitz aufleuchtete, und erhoben ihre Flügel gleichsam zum Emporschwingen in himmlische Höhen. Im anderen Chor brannten sie wie Feuer und hatten viele Flügel, auf denen wie in einem Spiegel alle Ränge der kirchlichen Stände zu erkennen waren. Doch mehr konnte ich weder da noch dort unterscheiden Und all diese Chöre verkündeten mit wunderbaren Stimmen jeder Art von Wohlklang die Wunder, die Gott in den Seelen der Seligen wirkt, und sie verherrlichten Gott auf erhabene Weise.
Und ich hörte eine Stimme vorn Himmel zu mir sprechen.
1) Dass Gott seine Schöpfung wunderbar begründet und eingerichtet hat
Der allmächtige und unaussprechliche Gott, der vor aller Zeit war, doch ohne Anfang ist und am Ende der Zeiten nicht aufhören wird zu sein, hat jedes Geschöpf wunderbar nach seinem Willen geschaffen und wunderbar nach seinem Willen ausgestattet. Wie? Er bestimmte, dass die einen der Erde verhaftet sind, die andern aber dem Himmel angehören. Er berief die seligen himmlischen Geister sowohl zum Heil der Menschen als auch zur Ehre seines Namens. Wieso? Er bestimmte nämlich die einen dazu, den Menschen in ihren Nöten zu Hilfe zu kommen, die anderen aber, den Menschen seine geheimen Urteile kundzutun.
Deshalb siehst du in der Erhabenheit der himmlischen Geheimnisse zwei Chöre überirdischer Geister in großem Glanz erstrahlen: Denn so wird es dir in dieser erhabenen Verborgenheit, die kein menschlicher Blick, sondern nur das innere Auge des Menschen durchdringt, gezeigt. Die zwei Scharen deuten an, dass Leib und Seele des Menschen Gott dienen sollen, bei dem ihnen mit allen Himmelsbürgern das Licht der ewigen Seligkeit leuchtet.


2. Vom Aussehen der Engel und seiner Bedeutung
Und die Geister im ersten Chor tragen Flügel an der Brust und menschliche Antlitze, in denen sich, wie in klarem Wasser, Menschengesichter spiegeln; das sind nämlich die Engel, die das Verlangen nach tiefer Einsicht wie Flügel ausbreiten, nicht weil sie Flügel wie Vögel besitzen, sondern aus Verlangen, Gottes Willen schnell zu vollbringen, wie auch der Mensch in seinen Gedanken rasch dahinfliegt. Und so offenbaren sie durch ihre Gesichter, in denen Gott auch die Werke der Menschen genau erkennt, an sich die Schönheit der Vernunft. Denn wie ein Knecht die Worte seines Herrn vernimmt und sie nach seinem Willen in die Tat umsetzt, so achten sie auf den Willen Gottes bei den Menschen und spiegeln für ihn ihre Werke wider.


3. Vom Aussehen der Erzengel und seiner Bedeutung
Deshalb haben sie im zweiten Chor gleichfalls Flügel an der Brust und Menschantlitze, in denen auch das Bild des Menschensohnes wie in einem Spiegel aufleuchtet. Das sind die Erzengel; auch sie achten im Verlangen nach Einsicht auf den Willen Gottes und offenbaren an sich die Schönheit der Vernunft. Sie verherrlichen das fleischgewordene Wort Gottes auf lauterste Weise; denn in Erkenntnis der geheimen Ratschlüsse Gottes kündigten sie oft die Geheimnisse der Menschwerdung des Gottessohnes mit ihren Zeichen an.
Doch kannst du an keinem der beiden Chöre mehr von ihrer Gestalt erkennen. Denn in den Engeln und Erzengeln sind viele verborgene Geheimnisse, die der menschliche Verstand unter dem Gewicht des sterblichen Leibes nicht begreifen kann. Dass aber diese Chöre fünf weitere wie ein Kranz umgeben, bedeutet: Die fünf Sinne umfassen Leib und Seele des Menschen mit ihrer gewaltigen Stärke. Sie sollen - durch die fünf Wunden meines Sohnes gereinigt - geradewegs zum inneren Sinn der Gebote führen.


4. Vom Aussehen der Tugendkräfte und seiner Bedeutung
Deshalb tragen die Geister im ersten Chor[ der folgenden fünf Chöre] ein Menschenantlitz und funkeln von der Schulter abwärts in hellem Glanz. Es sind die Tugendkräfte, die sich im Herzen der Gläubigen erheben und in glühender Liebe einen hohen Turm - das sind ihre Werke - in ihnen errichten. In ihrer Vernunft spiegeln sie nämlich die Werke der erwählten Menschen und in ihrer Stärke bringen sie im hellen Glanz der Seligkeit diese zu einem guten Ende. Wie? Besitzen die Erwählten männlich die Klarheit des inneren Sinnes, werfen sie alle Bosheit ihrer Sünden ab wegen der Erleuchtung, die sie nach meinem Willen durch diese Tugendkräfte empfangen. Tapfer kämpfen sie gegen die teuflischem Nachstellungen. Und die Kämpfe, die sie auf diese Weise gegen die satanische Horde ausfechten, stellen mir, ihrem Schöpfer, unaufhörlich diese Tugendkräfte vor Augen. Denn die Menschen tragen in ihrem Inneren Kämpfe zwischen Bekenntnis und Verleugnung aus. Wie denn? Der eine bekennt mich, der andere verleugnet mich. Und es geht in diesem Kampf um die Frage: Gibt es einen Gott oder nicht? Dann ertönt auf diese Frage im Menschen die Antwort des Heiligen Geistes: Es gibt einen Gott, der dich erschaffen hat; aber er hat dich auch erlöst.
Solange jedoch diese Frage und Antwort im Menschen ersteht, wird ihm die Kraft Gottes nicht fehlem, denn die Bußfertigkeit hängt von diesem Fragen und Antworten ab. Wo es aber diese Frage im Menschen nicht gibt, gibt es auch keine Antwort des Heiligen Geistes, weil dieser Mensch die Gabe Gottes verdrängt und sich, ohne nach Buße zu fragen, selbst in den Tod stürzt. Die Tugenden bringen aber diese kämpferischen Auseinandersetzungen Gott dar, denn sie sind in Gottes Augen deren Beweis (sigillum). an dem sich zeigt, mit welcher Absicht Gott verehrt oder verleugnet wird.


5. Vom Aussehen der Mächte und seiner Bedeutung
Im zweiten Chor zeigen sie sich von solcher Herrlichkeit, daß du sie nicht anzuschauen vermagst. Es sind die Mächte; sie deuten an, daß die Ohn macht sterblicher Sünder die Ruhe und Schönheit der Macht Gottes nicht angreifen noch sich mit ihr messen kann, weil Gottes Macht unvergänglich ist.


6. Vom Aussehen der Fürstentümer und seiner Bedeutung
Im dritten Chor erscheinen sie wie weißer Marmor, haben menschliche Häupter, über denen sich brennende Fackeln zeigen, und sind von der Schulter abwärts von einer eisenfarbenen Wolke umgeben. Es sind die Fürstentümer und sie stellen dar, dass die, welche in der Welt von Gott (ex dono Die = aus reinem Geschenk von Seiten Gottes heraus)) zu Fürsten über die Menschen bestellt sind, die echte (sincera = wahrhaftige, ernste) Stärke der Gerechtigkeit anlegen sollen, damit sie nicht dem Wechsel der Unbeständigkeit verfallen, sondern auf ihr Haupt Christus, den Sohn Gottes, schauen und ihre Regierung nach seinem Willen und dem Bedürfnis der Menschen ausrichten. In glühendem Verlangen nach Wahrheit sollen sie ihre Aufmerksamkeit der über ihnen waltenden Gnade des Heiligen Geistes zuwenden, so dass sie bis zu ihrem Ende fest und beständig in der Stärke der Gerechtigkeit verharren.


7. Vom Aussehen der Herrschaften und seiner Bedeutung
Im vierten Chor haben sie ein menschliches Antlitz und Menschenfüße. Auf dem Kopf tragen sie einen Helm und sind mit einem marmorschimmernden Gewand bekleidet. Es sind die Herrschaften; sie zeigen an, dass Er, der alles beherrscht, die menschliche Vernunft, die vom irdischen (humano = menschlich erdlichen) Staub beschmutzt darniedergelegen hatte, vom Boden zum Himmel erhob, als er seinen Sohn auf die Erde sandte, der in seiner Aufrichtigkeit dem alten Verführer niedertrat; so mögen die Gläubigen ihn, ihr Haupt, getreulich nachahmen, ihre Hoffnung auf das Himmlische setzen und sich im großem Verlangen nach guten Werken festigen.


8. Vom Aussehen der Throne und seiner Bedeutung
Im fünften Chor haben sie keine Menschengestalt und leuchten wie Morgenrot. Es sind die Throne und sie zeigen an, dass sich die Gottheit zur Menschheit neigte, als sich der Eingeborene Gottes zum Heil der Menschen mit einem menschlichen Leib bekleidete; er kannte keine Berührung mit der menschlichen Sünde, weil er, vom Heiligen Geist empfangen, in der Morgenröte, d. h. in der seligen Jungfrau, Fleisch ohne Befleckung jeglicher Unreinheit annahm. Doch du kannst nicht mehr von ihrer Gestalt erkennen, denn es gibt viele verborgene Geheimnisse, die die menschliche Begrenztheit nicht zu erfassen vermag. Dass aber auch diese Chöre in Kranzform von zwei weiteren umgeben werden, heißt: Die Gläubigen, welche im Wissen darum, dass sie durch die fünf Wunden des Gottessohnes erlöst wurden, die fünf Sinne ihres Leibes auf das Himmlische richten, gelangen mit aller Anstrengung und Besinnung (circuitio mentis) zur Gottes- und Nächstenliebe, wenn sie die sinnliche Lust ihres Herzens geringachten und ihre Hoffnung auf das innere Leben (ad interna) richten.


9. Vom Aussehen der Cherubim und seiner Bedeutung
Deshalb erscheinen in dem einen Chor die Geister voller Augen und Flügel und haben in jedem Auge einen Spiegel, in dem ein Menschenantlitz aufleuchtet. und sie erheben ihre Flügel gleichsam zum Emporschwingen in himmlische Höhen. Denn die Cherubim bezeichnen die Gotteserkenntnis, in der sie die verborgenen himmlischen Geheimnisse wahrnehmen und von Gott wohlgefälligem Verlangen beseelt sind (exspirant). So sehen sie durch sie in ihrer tiefen Einsicht mit reinem, durchdringendem Blick bereits jene Menschen wunderbar voraus, die den wahren Gott erkennen. Diese richten die Absicht ihres verlangenden Herzens wie Flügel empor, um sich in Güte und Gerechtigkeit zu dem aufzuschwingen, der über allen steht, und mehr das Ewige zu lieben als das Vergängliche zu erstreben. Das zeigen sie auch dadurch, dass sich ihr Verlangen erhebt.


10. Vom Aussehen der Seraphim und seiner Bedeutung
Im anderen Chor brennen sie wie Feuer und haben viele Flügel, auf denen wie in einem Spiegel alle Ränge der kirchlichen Stände zu erkennen sind. Es sind die Seraphim. Sie deuten an, dass sie selbst in Gottesliebe glühen und großes Verlangen nach seiner Anschauung haben, dass aber auch die weltlichen und geistlichen Würdenträger, die den Mysterien der Kirche ihr Ansehen verdanken (vigent), in großer Lauterkeit von diesem Verlangen beseelt sind, weil die Geheimnisse Gottes wunderbar an ihnen offenbar werden. So sollen alle, welche die Aufrichtigkeit des reinen Herzens lieben und das himmlische Leben suchen, Gott glühend lieben und ihn mit ganzer Sehnsucht umfangen, damit sie zu den Freuden jener gelangen, die sie so getreulich nachahmen. Dass du aber nicht mehr von ihrer Gestalt erkennen kannst, bedeutet, dass es viele Geheimnisse in den seligen Geistern gibt, die dem Menschen nicht kundgetan werden sollen, denn solange er der Sterblichkeit unterliegt, wird er die ewigen Dinge nicht vollkommen erkennen können.
11. Dass alle diese Chöre mit wunderbaren Klängen die Wunder verkünden, die Gott in den Seelen der Seligen wirkt
All diese Chöre aber verkünden, wie du hörst, mit wunderbaren Stimmen jeder Art von Wohlklang die Wunder, die Gott in den Seelen der Seligen wirkt und sie verherrlichen Gott auf wunderbare Weise. Denn die seligen Geister verkünden mit Gottes Kraft in großer Freude mit unsagbarem Jubelklang im Himmel durch ihre Wundertaten, was Gott in seinen Heiligen tut. Sie verherrlichen Gott auf höchste Weise (gloriosissime), wenn sie ihn in den Tiefen der Heiligkeit suchen und in der Freude am Heil frohlocken, wie auch David, mein Knecht, der die himmlischen Geheimnisse schauen durfte, bezeugt und sagt.

12. Der Psalmist darüber
,,Die Stimme des Jubels und des Glücks ertönt in den Zelten der Gerechten" (Ps. 117,15). Das heißt: Den Klang der Freude und des Glücks darüber, dass das Fleisch überwunden ist und der Geist sich zum unvergänglichen Heil erhebt, vernimmt man in der Wohnung derer, die die Ungerechtigkeit abtun und Gerechtigkeit üben. Sie könnten auf die Einflüsterung des Teufels (eingehen und) Böses tun, doch auf göttliche Eingebung vollbringen sie das Gute. Was bedeutet das? Oft zeigt der Mensch unangebrachtes Frohlocken, wenn er eine Sünde vollbracht hat, nach der es ihn unziemlicherweise gelüstete. Doch es erwächst ihm kein Heil daraus, weil er etwas tat, was dem göttlichen Gebot zuwiderläuft. Einen Freudentanz aus Seligkeit über das wahre Heil jedoch wird jener aufführen, der das Gute, nach dem er glühend verlangte, eifrig vollbringt und, solange er in diesem Leibe lebt, die Wohnung derer liebt, die den Weg der Wahrheit liefen und den Irrtum der Lüge mieden.
Wer immer Erkenntnis im Heiligen Geist und die Flügel des Glaubt besitzt, übergehe daher meine Mahnungen nicht, sondern sein Herz verkoste sie und nehme sie liebend gern entgegen. Amen.

Montag, 9. Januar 2012

Kyriotetes

 Kyriotetes 

Die Geister der Weisheit und des Zusammenwirkens, der Harmonie
Alles mit allem kann lebendig verbunden sein und wirken
Sie bewirken die ewigen Gesetze der Ordnungen in der Vielfalt
alles findet durch sie den eigenen Platz im Weltenspiel
und den eigenen Weg, auf dem jeder ungestört gehen kann
und zum Gelingen des Ganzen beiträgt auf die ganz eigene Weise
Der Gesang der Sphären, die himmlische Musik, der Frieden,
die Ebene der Meister
Bild: musizierende Engel, Drei-Engel-Ikonen,
Mehrere unterschiedliche Engel umgeben ein Geschehen
In der Kirchenkunst: Alles Zusammenpassende,
wenn Raum, Innenräume, Fenster, Farben, Rhythmen, Figuren, Reliefs,
Bilder, Ausmalung und alles, was sonst noch da ist, harmonisch
aufeinander abgestimmt ist

Wie wir mit ihnen verbunden sind:
Dadurch, daß wir ein so vielfältiges und lebendiges Wesen mit einem solchen Wunderwerk von Körper sind, in dem alles harmonisch aufeinander abgestimmt funktioniert, wenn wir es nicht stören, aber auch dadurch, daß wir Mensch unter Mitmenschen sind und mit Tieren, Pflanzen und allem Seienden und allem Lebendigen und allem geistig Wesenden zusammenleben und zusammenwirken, ob wir es wissen oder nicht. Und immer, wenn wir Musik machen, unser Leben in Harmonie mit uns selbst und mit allen, die zu unserer Lebenswelt gehören, abstimmen, unser ganz Eigenes in das große Ganze einbringen.

Kyriotetes
Wie alles sich zum Ganzen webt,
Eins in dem andern wirkt und lebt!
Wie Himmelskräfte auf und nieder steigen
Und sich die goldnen Eimer reichen!
Mit segenduftenden Schwingen
Vom Himmel durch die Erde dringen,
Harmonisch all das All durchklingen.
(Goethe, aus 'Faust')

Erzengel Anael


Bild: Rosa María Medina

Anael

Der Erzengel der persönlichen Liebe,
der Schönheit, des Maßes
und der Freude am Leben und Dasein
Attribut: Muschel und Schleiergewand


Wie wir mit ihm verbunden sind:
Lehrt uns die Schönheit und überhaupt alles Einzelne lieben in seiner besonderen Eigenart, auch uns selbst und unser Sein in Körper, Seele und Geist, hilft uns, selber Schönes, Wertvolles und Liebenswertes zu sein und zu schaffen.

DerErzengel Anael lehrt dich, Schönheit zu schätzen, ebenso zu ehren, wie im Körper sowie Geist. Er lehrt dich so zu akzeptieren, wie du bist und auch dass du dich genauso lieben und selber ehren sollst! Er versucht einfach uns Menschen die kleinen Dinge des Lebens, welche uns erfreuen näher zu bringen.
Seine Erzengel-Regentschaft war laut Steiner von: 150 - 500 n. Ch

Anael

Die schönsten Blumen blühen
nur, wo die Liebe wohnt;
die zarten Blüten welken,
wenn kalter Hauch sie streift;
sie schließen ihre Blätter
und suchen bei sich Schutz
Doch Sternenaugen blicken
so sanft auf sie herab -
da öffnen sie sich wieder,
enthüllen ihren Glanz
und zeigen ihre Farben,
ihr strahlendes Gesicht.
Und all der stille Jubel,
der jauchzend sie erfüllt,
bricht wie ein Quell von Schönheit
so klar und süß hervor -
und nun sie Freude bringen
dem, der sie liebend schaut.
(E.P.)

Oriphiel


Oriphiel

Der Erzengel des ewigen Lebens, des Todes und des Übergangs
und  der Konzentration auf das Wesentliche
Attribute: ein Kristall, die Posaune


Wie wir mit ihm verbunden sind:
Hilft uns, uns immer wieder auf das wirklich Wesentliche zu konzentrieren, gibt uns dadurch Halt und erinnert uns daran, daß wir ein ewiges Wesen sind, geleitet uns durch den Tod hindurch und empfängt uns im Geistsein als strahlendes Licht und liebevolles Aufnehmen.
 

Der Engel spricht:

''Und bringe dich an den Ort,
den ich bereitet habe.''

(2.Mose, 23,20)

Oriphiel sagt:

Ihr seid Licht.
Wo immer ihr seid, ist es hell.
Ihr seid nie in der Dunkelheit.
Ihr nähert euch nur der Dunkelheit.
Ihr seid nie tot.
Ihr nähert euch nur dem Tod,
denn wenn der Tod eintritt,
ist er Leben.
Denn ihr lebt.

(aus 'Emanuels Buch')


 '''Oriphiel''', den [[Rudolf Steiner]] auch den '''Engel des Zorns''' nennt, ist einer der 7 führenden [[Erzengel]], die über die [[Planetensphären]] herrschen. Sein [[Herrschaftsgebiete der Erzengel|Herrschaftsgebiet]] ist die [[Saturnsphäre]]. Oriphiel steht auch in engem Zusammenhang mit den Kräften des [[Alter Saturn|alten Saturn]], auf dem die Keime unserer [[Sinnesorgane]] veranlagt wurden und wirkt darum auch stark auf die [[Sinnlichkeit]] des [[Menschen]].

== Oriphiel und die Geheimnisse der Saturnsphäre ==

Die Geheimnisse der Saturnsphäre, über die Oriphiel herrscht, vermag man allerdings erst zu schauen, wenn man das 63. Lebensjahr überschritten hat.

<div style="margin-left:20px">
"Es gibt ja gewisse Geheimnisse der Weltenanschauung,
die nur zu durchschauen sind, wenn man ein ziemlich hohes Alter
erreicht hat. Die einzelnen Lebensalter lassen den Menschen, wenn man
im Besitze der Initiationswissenschaft ist, hinschauen auf die einzelnen
Geheimnisse des Daseins. So kann man zwischen dem einundzwanzigsten
und zweiundvierzigsten Lebensjahre hineinschauen in die Sonnenverhältnisse
- vorher nicht. So kann man zwischen dem zweiundvierzigsten
und neunundvierzigsten Jahre in die Marsgeheimnisse hineinschauen;
so zwischen dem neunundvierzigsten und sechsundfünfzigsten
Jahre in die Jupitergeheimnisse. Will man aber die Weltengeheimnisse
im Zusammenhange schauen, dann muß man das dreiundsechzigste Lebensjahr
überschritten haben. Daher würde ich gewisse Dinge, die ich
jetzt unverhohlen ausspreche, vorher nicht haben sagen können, bevor
ich eben in dieser Lage war. Denn will man das durchschauen, was sich
gerade auf die Michael-Geheimnisse bezieht, was ja von der geistigen
Region der Sonne aus wirkt, dann muß man von der Erde aus in die
Weltengeheimnisse hinaufschauen durch die Saturnweisheit. Dann muß
man jene Dämmerung in der geistigen Welt verspüren können, in ihr
leben können, die von dem den Saturn beherrschenden Oriphiel herrührt,
der zur Zeit des Mysteriums von Golgatha der führende Erzengel
war und der wieder der führende Erzengel sein wird, nachdem die
Michael-Zeit abgelaufen sein wird." {{Lit|{{G|240|194f}}}}
</div>

== Oriphiel als Führer der Planetenintelligenzen ==

Seit dem [[Wikipedia:8. Jahrhundert|8. Jahrhundert]] haben sich die [[Planetenintelligenzen|planetarischen Intelligenzen]] unter der Führung Oriphiel zunehmend von der [[Sonnenintelligenz]] [[Michael (Erzengel)|Michaels]] emanzipiert und sind in Opposition zu ihm getreten.

"Nur als diese Jahrhunderte heraufkamen, das 8., 9., 10. Jahrhundert,
da geschah es eben, daß die planetarischen Intelligenzen Rechnung trugen
dem Umstände, daß die Erde sich verändert hatte, daß auch die
Sonne sich verändert hatte. Ja, das, was da draußen vor sich geht, was
die Astronomen beschreiben, das ist nur die Außenseite. Sie wissen:
Alle elf Jahre ungefähr haben wir eine Sonnenfleckenperiode; die
Sonne scheint so auf die Erde, daß gewisse Stellen dunkel sind, daß gewisse
Stellen fleckig sind. Das war nicht immer so. Die Sonne glänzte
in sehr alten Zeiten als eine gleichförmige Scheibe herunter, Sonnenflecken
waren nicht da. Und die Sonne wird nach Tausenden und
Tausenden von Jahren wesentlich viel mehr Flecken haben als heute, sie
wird immer fleckiger. Das ist immer die äußere Offenbarung dessen, daß
die Michael-Kraft, die kosmische Kraft der Intelligenz immer mehr abnimmt.
In dem Vermehren der Sonnenflecken durch die kosmische
Entwickelung zeigt sich der Verfall der Sonne; immer mehr zeigt sich
das Matterwerden, das Altwerden der Sonne im Kosmos. Und an dem
Auftreten einer genügend großen Anzahl von Sonnenflecken erkannten
die anderen planetarischen Intelligenzen, daß sie nicht mehr von
der Sonne beherrscht sein wollen. Sie nahmen sich vor, die Erde nicht
mehr von der Sonne abhängig sein zu lassen, sondern direkt vom gesamten
Kosmos. Das geschieht durch die planetarischen Ratschlüsse
der Archangeloi. Namentlich unter der Führung des Oriphiel geschieht
diese Emanzipierung der planetarischen Intelligenz von der Sonnenintelligenz.
Es war ein vollständiges Trennen von bis dahin zusammengehörigen
Weltgewalten. Die Sonnenintelligenz des Michael und die
planetarischen Intelligenzen gerieten nach und nach in kosmische
Opposition zueinander." {{Lit|{{G|237|170f}}}}
</div>

== Oriphiel-Zeitalter ==
Die letzte [[Erzengel-Regentschaften|Erzengel-Regentschaft]] Oriphiels währte laut [[Rudolf Steiner]] von 200 v. Chr. - 150 n. Chr. Etwa um 2300 oder 2400 n. Chr. wird er mit einem neuen [[Oriphiel-Zeitalter]] die gegenwärtige Regentschaft [[Michael (Erzengel)|Michaels]] ablösen. Oriphiel-Zeitalter sind stets durch dramatische und für die [[Menschheitsentwicklung]] sehr entscheidende Ereignisse geprägt. Oriphiel bringt den [[Zorn Gottes]]

"Nach dem michaelischen kommt das Zeitalter Oriphiels. Das
wird ein böses, schlimmes Zeitalter sein, in dem alle furchtbaren
Kräfte des Egoismus, der Härte, der Roheit und Lieblosigkeit
entfesselt sein werden. Das Häuflein spiritualisierter Seelen hat
die Aufgabe, in diesem schlimmen Zeitalter einfließen zu lassen
die reine Wahrheit, Liebe und Güte und es so zu reinigen und
so die Welt voranzubringen, dem sechsten Schöpfungstag entgegen,
in dessen Morgenröte wir jetzt stehen." {{Lit|{{G|266a|258}}}}
</div>


"Im Zeitalter des Ori­phiel wurde Christus geboren; wenn Oriphiel wieder an die Herrschaft kommt (in einigen Jahrhunderten), dann muß das geistige Licht, das von Christian Rosenkreutz gebracht wurde und nun verbreitet wird, auch eine Schar hellsichtiger Menschen er­zeugt haben, die zielbewußt arbeitende Pioniere sind. Das wird hervorrufen die Trennung in zwei Hauptströmungen, eine Rasse der Guten und eine Rasse der Bösen. Die fünfte Wurzelrasse wird durch das Böse untergehen

"Die Strahlenherrschaft Michaels wird wiederum abgelöst werden
von einem finstern, schrecklichen Zeitalter, das ums Jahr 2400
seinen Anfang nimmt. Schon heute hat zugleich mit Michael ein
finsterer Gott seine Herrschaft angetreten: der Gott [[Mammon]].

Der Mammon ist für den Okkultismus nicht nur der Gott des
Geldes. Er ist vielmehr der Führer aller niedrigen, schwarzen
Kräfte. Und seine Heerscharen greifen nicht nur die Menschenseelen
an, sondern auch die physischen Leiber der Menschen, um
sie zu zerfressen und zu verderben. Man redet heute nicht deshalb
so viel von Bazillen, weil man mehr davon weiß, sondern
deswegen, weil sie wirklich heute eine ganz besondere Gestalt
angenommen haben. Und in Zukunft werden sie in erschreckender
Weise überhandnehmen. Wenn jenes schwarze Zeitalter naht,
dann werden Bruderzwist und Bruderkrieg in grauenvoller Weise
wüten, und die armen Menschenleiber werden in furchtbarer
Art von Krankheiten und Seuchen befallen dahinsiechen. Das
Brandmal der Sünde wird für jedermann sichtbar den Menschenkörpern
aufgedrückt sein. Dann hat ein anderer Erzengel die
Herrschaft: Oriphiel. Er muß kommen, um die Menschen aufzurütteln,
durch grausame Qualen aufzurütteln zu ihrer wahren
Bestimmung. Und damit das in richtiger Weise geschehen kann,
muß heute schon ein kleines Häuflein Menschen vorbereitet
werden, damit es dann in vier- bis sechshundert Jahren im schwarzen
Zeitalter das esoterische Leben verbreiten und die Menschheit
leiten könnte.
Wer heute unter Michaels Herrschaft den Drang in sich fühlt,
mit teilzunehmen am geistigen Leben, der ist berufen, dem Erzengel
Michael zu dienen und unter ihm zu lernen, damit er einst
reif sei, auch dem furchtbaren Oriphiel in rechter Weise zu dienen.
Ein Opfer wird verlangt von denen, die sich einem höheren
Leben weihen wollen. Nur unter der Voraussetzung soll man das
geistige Leben empfangen und die Erweckung erleben wollen,
wenn man dafür später sich selbst, seinen Willen, alles nur im
Dienste der Menschheit anwenden will.

In vier- bis sechshundert Jahren wird das Häuflein Menschen,
das heute dazu vorbereitet wird, dem Gotte Oriphiel dienen,
damit die Menschheit errettet werde. Wenn in jenem Zeitalter
solche Menschen die geistige Führung übernehmen wollten, die
nicht vorbereitet worden sind, standzuhalten in allen Stürmen und
Trotz zu bieten den Scharen des Mammon, so würden sie nicht
in der richtigen Weise dem Erzengel Oriphiel dienen können, und
die Menschheit würde nicht aus ihrem Elend emporgehoben werden.
Damit dies aber geschehe, müssen wir heute mit allem Ernste
arbeiten, um unsere Aufgaben dann in rechter Weise erfüllen
zu können.

Aber wenn die finsteren Mächte am schrecklichsten wüten, so
leuchtet auch das hellste Licht. Schon einmal hat Oriphiel seine
Herrschaft innegehabt. Das war zur Zeit, als der Christus auf
Erden erschien. Damals herrschten überall auf Erden schlimme
Mächte des Verfalls und der Dekadenz. Und nur mit grausamen
Mitteln konnte das Menschengeschlecht emporgerüttelt werden.
Oriphiel wird der Engel des Zornes genannt, der mit starker
Hand die Menschheit reinigt.

Einen tiefen Sinn hat die Erzählung der Bibel, daß Christus
die Geißel schwingt, um den Tempel von den Wechslern zu reinigen.
Damals, als es am dunkelsten war auf Erden, erschien der Christus als Retter der Menschheit. 109 Jahre nach Christi Erscheinen
war die Herrschaft Oriphiels zu Ende und ward abgelöst
durch Anael. Dann folgte Zachariel, dann Raphael. Zur Zeit
der Renaissance herrschte Samael, vom 16. Jahrhundert ab bis zum
November 1879 Gabriel. Dann trat Michael die Herrschaft an,
und um das Jahr 2400 wird wiederum Oriphiel, der furchtbare
Engel des Zorns, die Leitung übernehmen. Und wie einst wird
dann auch das geistige Licht hell und strahlend in die Dunkelheit
leuchten: der Christus wird wiederum auf Erden erscheinen,
wenn auch in anderer Gestalt als damals. Ihn zu empfangen, Ihm
zu dienen, dazu sind wir berufen."


== Oriphiels Wirkung auf Sinnlichkeit und Sexualität ==

Die Impulse Oriphiels wirken auf die [[Sinnlichkeit]] des Menschen und namentlich auf die [[Sexualität]]. Diese Kräfte sind schon heute wirksam, werden sich aber im kommenden Oriphel-Zeitalter noch bedeutsam verstärken.

"Die Erde steht jetzt (periodenweise) unter dem Einfluß der
Saturnkräfte der Erde, das heißt der Kräfte, die die Erde beibehalten
hat von dem alten Saturn her, auf dem die ersten Anfänge
zu unseren Organen gebildet wurden. (Die Aufgabe des Saturns
bestand darin, die ersten Keime zu unseren physischen Sinnesorganen
zu entwickeln.)

Die Erde steht periodenweise unter dem Einfluß der Kräfte
der Planeten, deren Zustand wir durchgemacht haben. Und so
stehen wir jetzt unter dem Einfluß der Saturnkräfte der Erde.
Die Saturnkräfte wirken auf die Sinnesorgane, die bis zu einer
früher nicht erreichten Höhe ausgebildet sind. Daraus erklärt es
sich, daß das Streben und Trachten der Menschheit in so hohem
Maße auf das Sinnenfällige gerichtet ist.

Oriphiel bekommt seine Kräfte aus dem heutigen Saturn. Nach
vierhundert Jahren wird er seine Herrschaft wieder antreten.
Wenn dann die irdischen Saturnkräfte sich mit den Kräften des
heutigen Saturn vereinen, wird es auf der Erde noch viel schlimmer
werden. Die furchtbaren Entartungen, die wir schon heute
in geschlechtlichen Dingen sehen, werden noch ein viel höheres
Maß erreichen; sie könnten überhaupt nicht existieren, wenn nicht
der Saturn die Erde beherrschte."
Im positiven Sinn steht Oriphiel dafür, dass er uns grundsätzlich daran erinnert, ein ewiges Wesen zu sein. Er begleitet uns ständig und hilft, uns immer wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. Er gibt Kraft und Mut, alles durchzustehen und geleitet uns durch den Tod und empfängt uns im Geistsein als strahlendes spirituelles Licht!
Quelle: anthrowiki.net

Samstag, 7. Januar 2012

Urengel- Archai (R.Steiner)




Urengel

Die Urengel (auch Archai, Urkräfte oder Geister der Persönlichkeit genannt) haben ihre Menschheitsstufe bereits auf dem alten Saturn absolviert und stehen dadurch in der Rangordnung der geistigen Hierarchien drei Stufen über dem Menschen. In der Genesis werden sie Jom (hebr. = Tag) genannt, die als Diener der Elohim im Licht weben und daher auch als Geister des Lichts aufgefasst werden können. In der Gnosis werden sie als Äonen bezeichnet. 

"Da möchte ich Sie zuerst hinlenken auf eine alte Lehre, die im Sinne der Gnostiker vorhanden ist. Da hat man gesprochen von Mächten, welche sich an der Entwickelung unseres Daseins beteiligen, die nacheinander in diese Entwikkelung unseres Daseins eingreifen, und man nannte diese Mächte, diese Wesenheiten Äonen. Man sprach von den Äonen im Sinne der Gnostiker. Mit diesen Äonen sind nicht Zeiträume gemeint, sondern Wesenheiten. Das ist gemeint, daß ein erster Äon wirkt und das, was er zu wirken vermag, auswirkt, dann von einem zweiten abgelöst wird und dieser, nachdem er mit seinen Kräften gewirkt hat, wiederum abgelöst wird von einem dritten und so weiter. Solche die Entwickelung leitenden, aufeinanderfolgenden, einander ablösenden Wesenheiten meinten die Gnostiker, wenn sie von Äonen sprachen, und nur sehr spät ist der rein abstrakte Zeitbegriff mit dem verbunden worden, was das Wort Äon ursprünglich bedeutet. Äon ist etwas Wesenhaftes, etwas lebendig Wesenhaftes. Und in demselben Sinne lebendig Wesenhaftes, wie es Äon ist, ist auch das, was mit dem hebräischen Worte jom bezeichnet wird. Da hat man es nicht zu tun mit einer bloßen abstrakten Zeitbestimmung, sondern mit etwas Wesenhaftem. Jom ist eine Wesenheit. Und wenn man es mit aufeinanderfolgenden sieben solcher jamim zu tun hat, dann hat man es mit sieben einander ablösenden Wesenheiten oder meinetwillen Wesensgruppen zu tun." (Lit.: GA 122, S 90f)
In ihrer Entwicklung zurückgebliebene und daher als Widersacher wirkende Urengel werden als Geister der Finsternis (hebr. Laj'lah = Nacht) oder von Rudolf Steiner auch als Asuras bezeichnet.
Die Urengel weisen auf den Urbeginn der Schöpfung zurück, sie sind Engel des Urbeginns. Die Zeit ist ihr Lebenselement. Gegenwärtig bilden sie als höchstes geistiges Wesenglied den Geistesmenschen aus. Als Zeitgeister geben sie die nötigen Impulse für ganze Kulturepochen (siehe auch -> Weltentwicklungsstufen). Als Geister der Umlaufzeiten regeln sie alle rhythmisch geordneten Naturvorgänge auf Erden. Die Venussphäre ist ihr kosmisches Herrschaftsgebiet.
Nur der physische Leib der Geister der Persönlichkeit erscheint in der physischen Welt, während alle höheren Wesensglieder in der geistigen Welt verbleiben. Ihr physischer Leib ist aus dem Feuerelement gewoben. Dem hellsichtigen Blick offenbaren sie sich im Blitzstrahl (siehe unten).
Das erhabene Bewusstsein der Urengel reicht nicht bis zu der irdischen Mineral-, Pflanzen- und Tierwelt herunter. Das niederste Reich, zu dem sie herabblicken, ist das Menschenreich:
"Es sind das noch erhabenere Wesenheiten, deren Bewußtsein nicht einmal mehr bis zu den Tieren herunterreicht. Wenn der Eingeweihte sich erhebt zu dem Verkehr mit den Urkräften, teilt er ihnen nicht aus seinem Menschenbewußtsein mit, wie die Gestalten der Tiere auf der Erde sind. Denn sie selbst reichen mit ihrem Bewußtsein nur herunter bis zu den Menschen. Dann kennen sie das Reich der Engel, das Reich der Erzengel und ihr eigenes Reich; zu sich selbst sagen sie «Ich», und die Menschen sind es, welche sie zuletzt wahrnehmen. Was der Stein, das mineralische Reich für den Menschen ist, das ist der Mensch für die Urkräfte: das unterste Reich. Damit ist schon gesagt, daß sie aus einer sehr hohen Höhe den Gang der Menschheit leiten. Die Menschen spüren das hier und da, daß es so etwas gibt wie eine Art «Geist der Zeiten», der so verschieden ist je nach den verschiedenen Epochen. Die Menschen spüren, daß es einen «Geist der Epochen» gibt. Wir haben hier öfters gesprochen von dem Geist der Epochen. Wir haben zum Beispiel gesagt, daß in der ersten Kultur der nachatlantischen Zeit, im alten indischen Volke, der Geist der Epoche darin bestand, daß die Menschen das Bewußtsein gehabt haben, daß sie sich wieder zurücksehnten nach den alten atlantischen Zeiten, wo sie um sich herum höhere Reiche dämmerhaft wahrnahmen. Das bildete sich zu dem Jogasystem aus, durch das sie wieder hinauf wollten in die höheren Welten. Mit diesem alten Bewußtsein war verknüpft, daß die Menschen wenig hielten von der äußeren Wirklichkeit, von dem physischen Plan. Maja, Illusion wird für die Menschen der physische Plan. Die uralt indische Kultur hatte sozusagen sehr wenig Interesse für den physischen Plan. Es wird Ihnen sonderbar erscheinen, aber es ist wirklich wahr: Wäre die uralt indische Kultur geblieben, so würde es Eisenbahnen, Telephone und solche Dinge, die es heute auf dem physischen Plan gibt, nie gegeben haben; denn es wäre gar nicht so wichtig erschienen, sich so stark mit den Gesetzen der physischen Welt zu befassen, um diese physische Welt mit alledem zu bevölkern, was sich uns heute als Kulturerrungenschaften darstellt.
Dann kam der Geist der persischen Epoche. Der Mensch lernte durch ihn in der Materie ein widerstrebendes Element kennen, das er bearbeiten mußte. Er verband sich mit dem guten Geist Ormuzd gegen den Geist der Materie, Ahriman. Aber der Perser hatte schon Interesse am physischen Plan. Dann kommt der Geist jener Epoche, der auf der einen Seite sich auslebt in der babylonisch-assyrisch-chaldäischen, auf der anderen Seite in der ägyptischen Kultur. Es wird menschliche Wissenschaft begründet. Mit Geometrie sucht man die Erde für den Menschen geeignet zu machen. Man sucht den Sinn des Ganges der Sterne in Astrologie, in Astronomie kennenzulernen, und man richtet das, was auf der Erde geschieht, nach dem Gange der Sterne ein. Gerade im sozialen Leben richtete man sich im alten Ägypten sehr ein nach dem Gange der Sterne. Was man als die Geheimnisse der Sterne erkundete, darnach richtete man sich. Wenn der alte Inder den Weg zu den Göttern abzulauschen versuchte, indem er ganz die Aufmerksamkeit ablenkte von der äußeren Wirklichkeit, studierte der Ägypter die Gesetze, die in der äußeren Wirklichkeit herrschen, um zu untersuchen, wie sich der Wille und der Geist der Götter in den Gesetzen der äußeren Natur zum Ausdruck bringen. Das war wieder eine andere Epoche. So haben Sie für jede Epoche einen bestimmten Geist, und die Entwickelung auf der Erde kommt dadurch zustande, daß ein Geist der Epochen einen anderen Geist der Epochen ablöst. Das ist im einzelnen der Fall. Die Menschen schwingen sich auf zu den Anschauungen der Zeiten, aber sie wissen nicht, daß hinter diesem ganzen Gange der Zeiten Epochalgeister stehen; und die Menschen wissen nicht, daß sie hier auf der Erde, um den Geist ihrer Epoche zum Ausdruck zu bringen, sozusagen nur die Werkzeuge sind dieser hinter ihnen stehenden Geister der Epochen. Denken Sie einmal an Giordano Bruno. Wäre Giordano Bruno als solcher im 8. Jahrhundert geboren worden, er wäre nicht derjenige geworden, der er geworden ist in dem Zeitalter, in dem der Epochalgeist herrschte, dessen Ausdruck er dann wurde. Er war das Werkzeug des Zeitgeistes, und ebenso ist es bei anderen Geistern. Und ebenso die umgekehrte Möglichkeit: Wenn Giordano Bruno im 8. Jahrhundert geboren worden wäre, unmöglich hätte der Epochalgeist einen solchen Ausdruck finden können, wie er ihn in Giordano Bruno gefunden hat. An diesen Dingen sehen wir, wie die Menschen die Werkzeuge der Epochalgeister sind, die die lenkenden Wesenheiten der großen Epochen sind und auch der «Geister der Meinungen und Anschauungen» der kleineren Epochen. Das sind die Urkräfte. Sie reichen hinunter bis zum Menschen. Sie lenken nicht etwas, was den Menschen zusammenbringt mit anderen Reichen der Natur; denn bis zum Tierreich reicht ihr Bewußtsein nicht mehr. Die Ordnungen, gemäß denen aus den Zeitgeistern heraus die Menschen sich ihr Leben zubereiten, Staaten gründen, Wissenschaften gründen, ihren Acker bebauen - alles, was aus dem Menschen stammt -, dieser Gang der Kultur von Anfang bis zu Ende steht unter der Leitung der Urkräfte. Sie leiten die Menschen insofern, als die Menschen es zu tun haben mit den Menschen selber." (Lit.: GA 102, S 145ff)
Zu Beginn der irdischen Entwicklung der Menschheit, namentlich in der lemurischen Zeit konnten sich einzelne Geister der Persönlichkeit noch in menschlichen Leibern verkörpern und wurden so zu Lehrern der noch jungen Menschheit.
Geistige Wesenheiten, egal welcher Hierarchie sie auch angehören mögen, können hinter dem für sie vorgesehenen Entwicklungsziel zurückbleiben. Zurückgebliebene Geister der Persönlichkeit schufen auf der alten Sonne die Vorfahren des heutigen Tierreichs.
In der Genesis werden die regelrecht fortgeschrittenen Geister der Persönlichkeit, die als Diener der Elohim im Licht weben, als Jom (hebr. = Tag) bezeichnet. Ihnen stehen die in der vom alten Saturn herübergebrachten Finsternis webenden Urengel entgegen, die Laj'lah (hebr. = Nacht) genannt werden. (Lit.: GA 122, 6.Vortrag) 


Zurückgebliebene Wesenheiten wirken als Widersachermächte hemmend auf die Gesamtentwicklung ein. Rudolf Steiner bezeichnet die zurückgebliebenen Archai als Asuras - ein Name, der der indischen Terminologie entlehnt ist, dort aber auch die normal fortgeschrittenen Archai benennt. In die Kategorie dieser entwicklungshemmenden Mächte zählt Rudolf Steiner gelegentlich auch jenen Widersacher, der als Satan bekannt ist:
"Wir haben aber auch schon gehört, daß gewisse Wesenheiten immer in der Entwickelung zurückbleiben. Die jetzigen Gewalten waren auf dem Monde Urkräfte. Nun gibt es aber solche Urkräfte des Mondes, die ihr Pensum auf dem Monde nicht absolviert haben und die auf die Erde herein als Urkräfte gekommen sind, die sich nicht schnell genug entwickelt haben, obwohl sie die Anwartschaft gehabt haben, Gewalten zu werden. Die Hervorragendste dieser Urkräfte, die eigentlich vom Range der Gewalten sein könnten, ist die im Volksmund «Satan» genannte Wesenheit. Er ist also vom Range der Urkräfte und könnte sogar eine Gewalt sein. Innerhalb der Geister, die die Welt vorwärtsbringen, wirkt dieser Epochalgeist den anderen entgegen; er ist eine solche Kraft auf der Erde, wie sie auf den alten Mond gepaßt hätte und ist auch noch innig verwoben mit den Kräften des alten Mondes. Er ist der Meister aller Hindernisse und Hemmnisse, die sich den fortschreitenden Epochalgeistern entgegenstellen. Sie werden begreifen, was es heißt im Leben des Christus Jesus, daß er den Satan erst hat überwinden müssen, den Gegner des Fortschrittes, gerade im Momente des größten Fortschrittes; denn Christus wollte die Menschen, die Menschheit einen mächtigen Schritt weiter führen und mußte diesen Widersacher erst überwinden als das Hemmende und Störende in der Entwickelung, das die Urkräfte unserer Erde nicht vorwärtskommen lassen wollte. Diese widerrechtlichen Urkräfte bezeichnet die christliche Esoterik als satanische Gewalten. Das, was oft als Vorsehung bezeichnet wird, stellt sich ganz konkret im einzelnen dar als Gruppe von Wesenheiten. Manches würde der Mensch besser verstehen, wenn er wieder den Zusammenhang der sinnlichen Erscheinungen mit diesen geistigen Wesenheiten würde erforschen können. Alles was uns in der Welt erscheint, ist ein Ausdruck geistiger Wesenheiten." (Lit.: GA 098, S 229f)

Die Wesensglieder der Urengel

Die Wesensglieder der Urengel.
Die Urengel haben grundsätzlich die gleichen sieben Wesensglieder wie der Mensch, doch sind sie anders geartet und anders angeordnet als beim Menschen. Die Urengel haben ihren physischen Leib nur aus dem Feuerelement gewoben und nur dieser feurige physische Leib ist auf dem physischen Plan zu finden; alle höheren Wesensglieder, also Ätherleib Astralleib, Ich, Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch, sind getrennt davon auf dem Astralplan zu finden.
"Und endlich kommen wir zu denjenigen Wesenheiten, die wir als Archai, Urbeginne, Urkräfte, Geister der Persönlichkeit bezeichnen. Da können wir unten überhaupt nur den physischen Leib zeichnen, alles andere ist oben in der geistigen Welt. Solch ein physischer Leib, der kann nur im Feuer leben. Nur in Feuerflammen können Sie den physischen Leib der Urkräfte wahrnehmen. Wenn Sie das dahinzüngelnde Feuer des Blitzes sehen, so können Sie sich jedesmal sagen: da drinnen ist etwas vom Leib der Urkräfte, aber oben m der geistigen Welt, hellseherisch werde ich das geistige Gegenbild finden, das getrennt ist in diesem Falle von seinem physischen Leibe. Gerade bei diesen Archai, bei den Urbeginnen oder Geistern der Persönlichkeit kann sich das hellseherische Vermögen die Sache verhältnismäßig einfach machen. Denken Sie sich, daß diese Geister der Persönlichkeit in dem Bereiche sind, der bis zum astronomischen Merkur, das ist bis zur Venus im Sinne der Mysterien, reicht. Nehmen wir an, daß es jemand dahin gebracht hat, das, was da droben auf dem Merkur sich entwickelt, beobachten zu können: da kann er diese hoch entwickelten Wesenheiten wahrnehmen, diese Geister der Persönlichkeit. Wenn er hellseherisch den Blick hinaufrichtet zur Venus, um da droben die Versammlung der Geister der Persönlichkeit zu beobachten, und dann den Blitzstrahl durch die Wolken zucken sieht, da sieht er in diesem Blitzstrahl sich spiegeln die Geister der Persönlichkeit, denn da drinnen haben sie ihren Leib." (Lit.: GA 110, S 114f)
  Quelle: anthroposophie.net

Was die Archai heute zu Menschen sagen

Was die Archai
heute zu Menschen sagen:

Ihr müßt anfangen zu erkennen,
daß in der Natur ein größerer Plan
und Zusammenhalt wirkt,
um die Evolution voranzutragen.
Zu diesem Zweck hat jeder beteiligte Aspekt
eine einzigartige Position im Netz des Lebens
und operiert innerhalb seines eigenen,
genau begrenzten Bewußtseinsfeldes.
Die Verschiedenartigkeit des Lebens
trägt zu der harmonischen Gesamtordnung,
zum Gleichgewicht der Ökosysteme
und deren Bestehen bei.
Wir fordern euch auf:
Stimmt euch immer auf das größere Ziel ein,
wie weit und schwierig der Weg vorwärts
auf den ersten Blick auch zu sein scheint.
Wir sind überall tätig,
und überall haben wir die Fähigkeiten,
Harmonie, Einheit und Vitalität
in alle Bereiche des Lebens zu bringen.
Die Natur und alles Leben
haben ihre Muster und Rhythmen.
Wenn du die Vielfalt hier wahrnimmst
und Verständnis dafür zeigst, ist es ein Segen.
Stimme dich auf unseren Rhythmus
und unseren Plan ein.
Vereint und verbunden mit einem Teil,
nimmst du das Ganze wahr.
Und so ist alles vereint.
Das ist der wahre Zweck:
Zusammenarbeit alles Besonderen
und Einheit mit dem Ganzen.
Und so singt alles von diesem Einssein,
und die Harmonie ist wiederhergestellt.
Denke immer an das größere Muster
und nähre deine eigene Individualität,
wie wir die unsere lieben
und unsere einzigartige innere Kraft
ans Leben verschenken!
Mit Freude geben wir dir von unserer Lebenskraft!
(Gwennie Armstrong Fraser)